kulturschock janeinvielleicht

Montag, 09.03.2015

hallo ihr lieben.

ihr hört nun noch ein letztes mal von mir (also auf dieser plattform, über dieses medium, ich meine keinen angekündigten selbstmord). ich bin seit einer woche wieder in ludwigsburg und es geht mir ziemlich gut, ich versuche gerade ein bisschen meinen alltag wieder zu sortieren. realität fängt wohl mit dem bafög-antrag an, dann aber richtig. seit gestern bin ich offiziell doppeltante und irgendwie passiert unheimlich viel auf einmal. ja, nicht nur im ausland kommt alles schlag auf schlag, auch in deutschland ist manchmal chaos und neues und spannend und hui.

ich bin auf jeden fall unheimlich froh, dass ich diese erfahrung mitgenommen habe und so daran gewachsen bin - ich habe tatsächlich das gefühl, größer zu sein, haha :D mein vermieter meinte gestern auch zu mir, man sähe mir an, dass es mir wirklich gut getan hat. ich meine, der sagt viele komische dinge, aber vielleicht hat er diesmal ja recht.

ansonsten ist hier noch ein cooles video - vielleicht erinnert ihr euch ja an lindah, die ich weihnachten in jerusalem getroffen habe: Lindahs Backpackervideo

liebste grüße und bis bald, eure hannah

letzte eindrücke, erste abschiede

Samstag, 28.02.2015

mittwoch bin ich mit avital nach akko gefahren. da war es gar nicht mal so spektakulär, aber häfen sind ja immer schön und es gab auch einen tunnel, durch den man ganz cool gebückt spazieren konnte. :D abends bin ich glaub ich so gegen acht ins bett gegangen, weil ich den tag davor ja quasi nicht geschlafen hatte (außer versehentlich im zug, haha)

am donnerstag sind wir zuerst nach rosch hanikra gefahren (neuer lieblingsort, avital hat auch gesagt, dass sie dort irgendwann heiraten möchte) und dort ein bisschen durch das felsinnere gelaufen. unglaublich, was es so gibt auf dieser welt! hinterher waren wir noch am see monfort, wo wir eigentlich schlittschuhlaufen wollten, was wir dann allerdings durch tretbootfahren ersetzen mussten, aber das war auch ganz cool! :D

  seilbahn fahren :D:Dein geist!immer diese haare :D          

tut mir leid, sämtliche kreativität habe ich in das organisieren meines koffers für den rückflug am montag investiert, deswegen wirds heute einfach nur fotolastig. gleich gehe ich noch zu sergey mit gadi, yamit und hanna (der neuen austauschstudentin von meiner uni), pizza bestellen, cocktails mixen, abschied undsoweiter.

liebste grüße, vielleicht ein letztes mal aus israel, obwohl ich jetzt schon plane wiederzukommen :D
hannah

ps: das kleid ist weißgold.

besuch aus dem westen

Mittwoch, 25.02.2015

hallo welt! :-)

die letzte woche hatte ich also besuch von anne, worauf ich mich riesig gefreut hatte (ihr fragt euch jetzt vielleicht, warum ihr nie davon gehört habt - nun ja, ich wusste bis vor kurzem auch gar nicht, dass sie mich besucht, planungsfails hoch dreiundsiebzig und fünfzehn whatsappaffensmileys). leider wurden wir von dem absolut hässlichen wetter ziemlich enttäuscht die ersten tage. jerusalem war kalt und nass, aber da konnten wir immerhin noch eine touristadtführung machen, bevor es uns zu eklig wurde, am toten meer haben wir es wieder nicht geschafft nach en gedi zu fahren (wobei wir fest davon überzeugt sind, dass das nicht nur unsere, sondern auch die schuld der busfahrer war, zumindest ein bisschen) und saßen anschließend auch noch in massada fest, weil der regen unmengen an matsch und steinen auf die straßen gespült hat, die daraufhin gesperrt werden mussten. nach einer recht lustigen wartezeit im hostel wurde uns dann also mitgeteilt, dass es zwar für ein paar tage keine möglichkeit mehr gäbe in den norden zu fahren (was unsere pläne gewaltig durchkreuzte), man uns aber immerhin nach arad bringen könnte, von wo aus wir dann die möglichkeit hatten über be'er sheva nach mitzpe ramon zu fahren. so haben wir in der wüste zwar nicht wandern können, aber wenigstens einzigartige erscheinungen wie matschwasserfälle und regenbögen im krater bestaunen können - gerade noch mal dem allseits gefürchteten mainstream entkommen, puh! :D

kibbuz en gedi - näher waren wir dem nationalpark nie :D so wurden die straßen freigeschaufelt!     das tote meer :-) makhtesh ramon  

ab eilat wurde es dann doch so wie wir uns das ganze vorgestellt hatten, oder zumindest so ähnlich. viel haben wir dort gar nicht gemacht, wahrscheinlich einfach weil es uns nach dieser herben enttäuschung genug war, endlich sonne zu haben und meer, das man einfach angucken und schön sein lassen konnte. also waren wir eigentlich nur am strand und im dolphin reef, bevor es zurück nach tel aviv ging.

  delfine und ein schnorchler :D

dort haben wir eine tour in jaffa gemacht, sind abends durch florentin gestreunt und haben die nacht durchgemacht, bis ich anne zum flughafen bringen musste - danach war ich dann auch einfach mal so fertig, dass ich in der bahn eingeschlafen und ans gefühlte ende der welt gefahren bin. (das hab ich natürlich auch nicht erst dort angekommen realisiert, sondern ich hatte hannahtypisch und filmreif selbstverständlich so einen schönen moment des verzweifelt-auf-den-knopf-drückens-während-es-schon-zu-spät-ist-der-zug-aber-noch-unverschämte-viel-zu-lange-zehn-sekunden-am-bahnhof-steht und anschließend das glück, dass der nächste halt erst nach einer halben stunde kam, naaaaja)

jaffa

um 10 hatte ich dann ein gespräch mit dem dekan, später bin ich mit avital und fadia essen gegangen in der mensa, avital meinte irgendwann: hey, wir könnten der anfang von einem witz sein - ein jude, ein deutscher und ein araber essen schnitzel. ich glaube, wir wären ein guter witz. von fadia musste ich mich auch schon ganz verabschieden, mit avital werde ich noch ein bisschen durch den norden touren und eine schönere location als das college haben, um adieu zu sagen. :-)

vier länder und eine neue welt

Dienstag, 17.02.2015

ach, scheiße. so viel text und alles weg. und ich bin natürlich auch noch verdammt im stress! noch eine viertelstunde, dann muss ich los nach tel aviv, dort schlaf ich, um anne morgens vom flughafen abzuholen und mit ihr durchzustarten, ihr hört also nächste woche voraussichtlich nichts von mir. aber anne passt schon auf mich auf. :D

aus zeitgründen also nur stichpunktartig das wochenende: eilat. sehr warm. sehr hässlich touristisch. immerhin verständlich warum: korallenriffe, dolphin reef, wüste und meer auf einmal.
ich hatte ein ziemlich cooles hostel mit ziemlich coolen menschen. war dann am samstag auch mit einer anderen deutschen wandern in den eilat mountains - ausblick auf saudi-arabien, ägypten, jordanien und israel gleichzeitig, sehr geil. nicht, dass sich die länder an diesem punkt großartig voneinander unterscheiden, aber hey. geht ja darum, dass mans weiß.

hinterher waren wir noch schnorcheln beim korallenriff, eine absolut geniale erfahrung, von der ich anne noch überzeugen muss sie mit mir zu wiederholen - ich hab ungelogen noch nie sowas schönes gesehen. am nächsten tag war ich dann im dolphin reef, einfach mittagessen und delfinen zugucken. mangels fotografentalent gibts keine genialen postervorlagen für eure zimmer oder so, aber vielleicht kann man immerhin mal nen delfin erahnen irgendwo. das mit der reflexionszeit üb ich gegebenenfalls nochmal.

hey, man sieht ihn fast :D

so, und jetzt muss ich mal ranklotzen. immer dieses stressersyndrom. da bin ich schon vier monate oder so hier und bin noch immer noch so unglaublich deutsch. naja. habt ne schöne woche! :-)

11./12. februar - masada

Donnerstag, 12.02.2015

ich glaube, das gestresst-knapp-fotolastige wird jetzt standard und offiziell zu meinem neuen stil erklärt. ein aufrichtiges slicha dafür, aber es ist gerade einfach so viel los.

gestern bin ich also nach masada gefahren. auf dem weg habe ich eine deutsche getroffen, die mich permanent vollgequatscht hat, nur weil sie dachte, dass unsere geteilte nationalität uns nun zu besten freunden macht. ich meine, sie war nett und sie hat mir kekse angeboten, aber ich hatte weder appetit noch lust ihr zuzuhören. in masada angekommen war es schon dunkel und mein hostel hatte einen stromausfall, sodass ich es erstmal nicht fand, obwohl ich direkt davorstand, dann zu einem wächter des nationalparks zurückging, fragte, wo ich hinmuss und es dann ein bisschen peinlich wurde, als das hell erleuchtete guest house wie aus dem nichts hinter mir erstrahlte. :D
heute morgen habe ich dann erfolgreich den schlangenpfad bewältigt, auch wenn die frau am schalter mich mit einem freundlichen "are you sure? it's not an easy walk"-gelaber von der seilbahn überzeugen wollte. solche einwände provozieren ja meist eher so ein "jetzt erst recht" in menschenköpfen. oben auf der festung kann man normalerweise audioguides ausleihen und sich ein bisschen was zu den einzelnen stationen anhören, aber es war so unglaublich windig, dass mir wegen der absehbaren signalstörungen davon abgeraten wurde. stattdessen gab es ausführliche karten auf platt- und hochdeutsch und ich hab mich damit ein bisschen durchgewurschtelt, natürlich lange nicht so effektiv wie so ein audioguide gewesen wäre, aber gut.

  da gehts also hoch... der start vom museum und so ungefähr geht das dann eine stunde lang :D die festung ich finde, finger werden voll diskriminiert auf selfies. 

(anmerkung zu den fotos: normalerweise hat man echt bessere sicht, aber mittwoch war hier ein super heftiger sturm, ein bisschen smoglike, und die luft war komplett neblig-verstaubt. versucht einfach das tote meer zu erahnen. :D)

auf dem rückweg wollte ich dann eigentlich noch nach en gedi, was ich meinem orientierungssinn geschuldet aber irgendwie nicht auf die reihe bekam. zu spät gepeilt, dass ich hätte aussteigen müssen, und dann gedacht: ach komm, jetzt ists auch egal. also durchgefahren nach jerusalem, zurück nach ra'anana und nach gefühlten ewigkeiten auch von da aus nach beit berl.

morgen werde ich nach eilat ans rote meer fahren, ich hab zwar im hinterkopf so viel anderes zeug, was es mir ein bisschen schwer macht das wirklich zu genießen, aber ich versuche es immerhin. :-)
nächste woche mittwoch kommt mich schon anne besuchen, dafür muss irgendwie auch noch einiges geplant werden, huui. wird alles. irgendwann, irgendwie. aber wie meike so schön sagte: ach hannah, du brauchst doch irgendwie ein bisschen druck, sonst machst du ja eh nichts. und da hat sie schon ein bisschen recht.

laila tov!

09./10. februar

Mittwoch, 11.02.2015

sooo, ich schreibe mal wieder nur ganz kurz angebunden, werde gleich mit einer freundin essen gehen und anschließend ans tote meer fahren. das wetter ist zwar scheiße, es stürmt wie sonstwas und sämtliche straßenkatzen legen sich hinter irgendwelchen hecken flach auf den boden als gäbe es einen bombenalarm, aber mir bleibt einfach nicht mehr so viel zeit hier.

am montag sind wir letztlich doch in den norden gefahren, nach jisr az zarqa, in das einzige arabische dorf an der mittelmeerküste israels. ziemlich in der nähe von caesarea und pardes hanna, wo ich letzte woche ja gerade erst war, deswegen beschloss ich dienstag, mich von rachel und jana zu trennen und alleine nach nazareth zu fahren. das war eigentlich ganz schön, aber nicht so spektakulär wie gedacht - eine altstadt, die ungefähr genauso aussieht wie die in bethlehem oder jerusalem, kirchen, synagogen, moscheen, das wars. ich bin erstmal so alleine umhergeirrt und dachte dann, ok, jetzt war ich fast überall, aber das kanns ja nicht gewesen sein, also geh ich lieber nochmal zur touristinfo und lasse mich beraten. da habe ich dann eine karte und mehr infos bekommen, um festzustellen, dass ich aber wirklich schon überall war - nur teilweise ohne zu wissen, dass das besondere plätze waren (wie zum beipsiel der brunnen der maria, der einfach super unscheinbar ist). vielleicht hab ich dafür auch einfach nur kein auge, das wäre auch sehr gut möglich. :D

mein erster echter rochen außerhalb des sealifes :D unser hostel war halt cool! verkündigungsbasilika verkündigungsbasilika 2 ein bisschen streetart, muss aber nochmal in erfahrung bringen, was das eigentlich heißt :D

aaab in den norden!

Sonntag, 08.02.2015

es war lange die große frage, ob der geplante trip in den norden wegen der sicherheitslage überhaupt möglich wäre, aber es hat sich alles wieder ein bisschen entspannt und wir konnten gestern tatsächlich ein bisschen im nördlichen teil israels rumcruisen. das heißt: erstmal frühstücken in einem café mit ausblick auf den see genezareth, dann zum banias wasserfall fahren und anschließend in nazareth baklava essen, sehr entspannte angelegenheit! :-)

heute hatte ich dann eine kleine mündliche literaturprüfung und morgen werde ich mit zwei deutschen volontärinnen irgendwo hinfahren. wir treffen uns morgens an der central bus station in tel aviv, aber wohin es geht, haben wir irgendwie noch nicht entschieden. ursprünglich wars das tote meer, dann gab es sturmwarnungen dort, dann war es der norden, jetzt die wüste, keine ahnung. mal sehen, wohin es uns verschlägt. irgendwas cooles wird sich schon finden!

reise in die vergangenheit

Freitag, 06.02.2015

ok, nein. ich war bei keiner hypnosesitzung oder so, auch wenn mir das hier in der tat neulich empfohlen wurde. ich saß auch in keiner zeitmaschine, nur in einem reisebus nach jerusalem. exkursion in yad vashem.
dass das hart werden würde, war mir bewusst, sowas ist eben kein lustiger wandertag, wie wir ihn aus mittelstufenzeiten kennen. ich wusste, dass die rolle der quotendeutschen nicht die beliebteste ist, wenn es um den holocaust geht und ich wusste, dass derartige museen und gedenkstätten immer dieses nichts hinterlassen, dieses komische gefühl, dass menschen zu so viel hass fähig sind, zu so viel wahnsinn, der einfach nur angst macht. aber irgendwie war es diesmal anders als die besuche im kz bergen-belsen oder wo auch immer, intensiver. das museum ist unglaublich gut aufgemacht, der fokus liegt auf persönlichen geschichten, auf dem elementaren, menschen, die ihre identität und andere menschen verlieren. und natürlich menschen, die ihre leben für andere menschen riskieren. abgesehen davon war ich in gedenkstätten in deutschland immer eine von vielen, ich war nichts besonderes, nur aus versehen deutsch wie alle anderen auch. aber hier, hier war ich das exempel, die repräsentantin, diejenige, von der man wissen sollte, wie sie sich fühlt, was ihr durch den kopf geht, wenn sie all das sieht. als ob ich dafür worte hätte, als ob irgendetwas, was ich darauf sagen könnte, sich auch nur halbwegs richtig anfühlen würde. und was wahrscheinlich das schlimmste war, war dieses gefühl von nähe und distanz. ich war in israel, in jerusalem, gut fünftausend kilometer von meinem erstwohnsitz entfernt, und trotzdem lese ich so viel deutsch, lese die hinweise auf tickets für deportationszüge, lese den namen meiner geburtsstadt auf judenfeindlichen schildern. das mag jetzt bescheuert klingen, es war keine überraschung, aber das nochmal zu realisieren, war irgendwie krass.

am dienstag hatte ich dann eine klausur, mittwoch und donnerstag bin ich auf meinen nächsten geschichtstrip gefahren, nach caesarea. übernachten konnte ich bei einer kommilitonin in pardes hanna in einem wunderschön urigen haus, ein bisschen hippiemäßig mit allen möglichen bäumen im garten (pomelo, macadamia, orangen, mandarinen, zitronen, oliven), einem hahn und zwei kleinen jungs. von da aus hat sie mich dann ein bisschen rumkutschiert, ans meer und in den nationalpark. für meinen geschmack genau die richtige menge an archäologie und idylle, um den heftigen montag zu verdauen und caesarea zu meinem neuen lieblingsort in israel zu erklären - mich wunderts wirklich nicht, dass all die reichen leute dort ihre villen stehen haben. :D

    in dem antiken theater werden manchmal sogar konzerte gehalten :-)    frühstück am meer :-)

(zu faul für einen titel)

Montag, 26.01.2015

sooo, letzte woche hatte ich tatsächlich mal sowas ähnliches wie frei. "sowas ähnliches" nennt man hier practice week, im klartext bedeutete das für die erstis, denen ich mich anschließen durfte: jeden tag in eine andere schule fahren zum hospitieren. da ich es nur zweimal auf die reihe bekam, mitfahrgelegenheiten zu organisieren, war das also wirklich eine ziemlich entspannte angelegenheit und die zwei schulen, die wir besucht haben, waren auch echt interessant.

die eine war in ra'annana und hatte extrem spezielle fächer wie robotik, internationale beziehungen oder medizin, kleine genies in allen möglichen bereichen, aber angeblich auch ganz normale schüler. überprüfen durften wir das leider nicht, unser aufenthalt dort bestand eigentlich nur aus einer schulführung und gesprächen mit verschiedenen lehrern und der direktorin. viel hebräisch, aber okay.
die andere war eine sogenannte democratic school in kfar saba (kommentar meiner dozentin: so hannah, heute zeigen wir dir mal, dass es tatsächlich auch in diesem land einen ort gibt, an dem man dinge auf der diskussionsebene diplomatisch regeln kann), sehr interessantes konzept. es handelte sich um ein internat, auf dem schüler ab der ersten klasse entscheiden, welche fächer sie von welchen lehrern unterrichtet bekommen wollen (und welche lieber gar nicht), und in alle wichtigen entscheidungen mit einbezogen werden. es gibt verschiedenste kommitees für alle möglichen zwecke und ein schulparlament, in dem gesetze erlassen werden können (hier hat natürlich jeder sechsjährige das gleiche stimmrecht wie die schulleitung). neulich wurde so zum beispiel das offizielle recht des füße-auf-die-tische-legens beschlossen, so kanns gehen. :D ich weiß noch nicht, was ich von dem ganzen halten soll, aber ein interessanter ansatz ist es auf jeden fall.

  das hier ist der campus der democratic school übrigens :-)

am wochenende war ich dann in haifa bei einem anderen austauschstudenten, den ich vor ein paar wochen auf einer party kennengelernt hatte. auf meiner letzten haifatour war das wetter so beschissen, dass ich keine lust hatte mir noch irgendwas anzusehen, also habe ich das jetzt mal nachgeholt. die bahai-gärten, das kunstmuseum haifas, stella maris, das meer und eine ziemlich coole bar - viel mehr habe ich nicht gesehen, aber ich denke, damit habe ich das wichtigste abgedeckt und auf jeden fall einen eindruck der stadt gewonnen. :-)

diese woche ist meine letzte reguläre uniwoche, nächste woche sind ein paar prüfungen und dann habe ich freizeit ohne ende, bis es abschied nehmen heißt. irgendwie habe ich neulich so realisiert, dass ich bisher eigentlich absolut nichts von diesem land gesehen habe. also nein, das ist nicht wahr, ich habe viel das örtliche leben des landeszentrums mitbekommen, einfach ganz normales studentenleben zwischen israelis. aber ich habe so viele orte, die ich noch sehen mag, wer weiß, ob und wann es mich das nächste mal hierher verschlägt. vielleicht muss ich mal nen plan machen, gerade hab ich echt das gefühl, dass es vorne und hinten nicht reicht, dabei ist das land ja gar nicht mal so groß. :D naja, wird irgendwie. grüße!

so fährt man doch gerne bus! bahai-gärten bahai-gärten 2 ganz gebildet im kunstmuseum :D purer neid für diesen ausblick!

wüste, die zweite

Sonntag, 18.01.2015

hallöchen ihr :-)

am mittwoch hieß es wieder ab in die wüste für mich, das ist wohl einfach mein lieblingsort. diesmal durfte ich statt einem kibbuz-jugendzentrum-channukah-ausflug einer art geologieexkursion beiwohnen, auch mal sehr interessant!

ich weiß jetzt also ganz viel über schneckenfortpflanzung, die geschichte der nabatäer, olivenbäume, steine, das israelische vorhaben die wüste in den süden abzuschieben, erosionskrater, beduinen und das leben von david ben-gurion (wahrscheinlich mehr als über das unseres ersten bundeskanzlers) - ich hoffe, ich kann diese wichtigen informationen konservieren für etwaige wer-wird-millionär-auftritte. :D

nein, wirklich, es war interessanter als gedacht, auch wenn diese ganzen angehenden geologen, touristenführer und landeskundelehrer teilweise wirkliche nerds sind auf ihrem gebiet. aber wie mir einer der studenten erklärte: wenn man schon sehr viel über ein land und seine natur weiß, dann werden die kleinen details das besondere und dann kann man auch mal richtig ausrasten, wenn man zwischen lauter "byzantinischem müll", wie unser dozent es nannte, einen echten nabatäischen ziegelstein findet. und damit hat er wohl echt ein bisschen recht.

auf der karte kann man immer nur einen ort markieren, tatsächlich waren wir aber an folgenden plätzen: mitzpe revivim (die erste jüdische siedlung in der wüste), be'er sheva, in einer der nabatäischen städte im negev (ich schätze elusa, habe aber keine ahnung), beim erosionskrater hamakhtesh hakatan und in sde boker.

fotos sind immer ein gutes schlusswort, also ab gehts, bis dann!

  der krater krater 2 krater 3 krater 4ben-gurions hausben-gurions haus 2  tel be'er shevavielleicht bin ich mit dieser denkerpose nicht so für bauarbeiten prädestiniert :Dbe'er sheva, ausblick vom memorial für die gefallenen soldaten im unabhängigkeitskrieg ruinen der nabatäischen stadt  nabatäische akropolis, tempel

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